Die Ente ist doch voll bescheuert - titelte mallebz.net am 21.08.2014 und stellte wohl damit klar, dass die Plattform keine bezahlten Beiträge veröffentlicht. Wer das dennoch tut und wie malleBZ trotzdem Geld verdient, erklären wir mal hier...

Die Plattform malleBZ.net ist nicht wirklich jedermanns Sache. Insbesondere nicht, wenn man in irgendeiner Form „am Ballermann“ als Künstler, Manager oder sonstiger Verantwortlicher zu tun hat. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Oliver Lipp als Betreiber mal gerne die Keule rausholt und mit einem zwanghaften Drang zur Übertreibung verschiedene Sachverhalte veröffentlicht. Das passt den Betroffenen meist kaum, weil entweder eine vermeintliche Unwahrheit geschrieben wurde oder derjenige mit der Wahrheit nicht wirklich zurecht kommt. Ich möchte das alles nicht schönreden und es geht mir auch heute vielmehr darum aufzuzeigen, warum die Plattform malleBZ es garnicht nicht nötig hat, bezahlte Beiträge zu veröffentlichen, um sich so zu finanzieren. Dazu stehen schließlich seit langer Zeit schon ganz andere Geldquellen zur Verfügung.

Blogger – was Oliver Lipp im weitesten Sinne ist – leben davon, dass die eigene Webseite möglichst viel Geld einbringt. Schauen wir uns mal genau an, an welchen Stellen der Betreiber etwas richtig oder falsch macht:

Blogger verdienen Geld mit Content (Inhalten)

Eine Webseite lebt von aktuellem Inhalt, wer jeden Tag schreibt, gewinnt! MalleBZ wird täglich gepflegt und mit aktuellen Inhalten gefüttert. Dabei spielt es keine Rolle, ob es Veranstaltungshinweise sind, oder mal wieder irgendwelche „Kriege“ mit Locations oder Künstlern. Hauptsache Content!

Blogger verdienen Geld mit Werbeanzeigen

Die wohl schnellste Möglichkeit mit Werbeanzeigen Geld zu verdienen ist sicherlich Google Adsense. Hier werden inhaltssensitive Werbeblöcke angezeigt, die auf das Suchverhalten der Leser und/oder auf den Webseiteninhalt abgestimmt und angezeigt werden. Dadurch wird eine möglichst hohe Klickrate erreicht, durch die der Seitenbetreiber Geld verdient. Je nach Thema reicht das von wenigen Cent pro Klick auf eine Werbeanzeige bis hin zu z. T. 20-40 Euro pro Klick. Die Preise bestimmen sich durch die Gebote, die Werbetreibende bei google Adwords (das Werbeprogramm von google) für Ihre Kampagnen ausgeben. Auf malleBZ sind google adsense-Werbeanzeigen eingebunden und damit wird hier auch Geld verdient.

Google Adsense und die Einnahmen

Offiziell ist es nach den AGB nicht gestattet über seine Einnahmen aus dem Adsense-Programm zu sprechen. Dennoch kann man selbst Rechnungen anstellen, um mit einigen Zahlen zu spielen. Als Beispielrechnung nehmen wir mal folgendes Szenario an:

Besucherzahlen: 1.000.000 (1 Mio) pro Jahr
Klickrate auf die Anzeigen: 2% (mal gutwillig gerechnet)
ergibt Klicks auf Werbeanzeigen: 20.000 Werbeklicks
Durchschnittseinnahme pro Klick: 0,90€ (das ist sehr niedrig für eine Themen-Webseite)
Einnahmen insgesamt: 18.000€
* diese Werte sind Beispielwerte und rein rechnerisch ermittelt.

Es ist so, dass die Adsense-Einnahmen äquivalent zum Besucheraufkommen der Webseite ansteigen. Die sogenannte CTR (ClickThroughRate = Klickrate) ist immer größer als Null. Es finden also immer Werbeklicks statt. Je mehr Besucher, desto mehr Einnahmen für den Webseitenbetreiber. Das ist so sicher wie die Schwerkraft.
Die berechneten 0,90€ pro Klick sind sehr niedrig gegriffen. Eine Themenwebseite liegt normalerweise bei mehreren Euro pro Klick. Rechnet man also mal locker 2 Euro pro Klick, liegen die Einnahmen bei 1 Mio Besucher schon um die 40.000€. Davon kann man auch locker mal auf Mallorca ein tolles und entspanntes Leben führen und ein jeden Tag ein paar Berichte schreiben.

Einnahmen durch zusätzliche Werbeplätze

Blogger können sich zusätzlich ein paar Euros verdienen, indem Sie einfach Werbeplätze vermieten oder sog. Affiliate-Banner schalten. Bei den letzteren bekommt der Seitenbetreiber eine Provision, wenn darüber ein Verkauf stattfindet – z. B. eine Reisebuchung oder eine Anmietung eines Leihwagens. Für jede Branche gibt es Möglichkeiten im Bereich Affiliate-Marketing.

Welchen Sinn haben bezahlte Beiträge (Sponsored Posts)?

Die Auftraggeber platzieren sog. Sponsored Posts, weil Sie sich von der verlinkenden Webseite ein besseres Ranking in den Suchmaschinen erhoffen. Andere Auftraggeber wiederum wollen schlicht und ergreifend einen guten Beitrag auf einer entsprechend zum Thema passenden Webseite veröffentlichen. So einfach ist das.

Warum MalleBZ keine bezahlten Posts veröffentlicht

Einerseits ist es so, dass Google als Suchmaschine keine bezahlten Beiträge mag und solche Postings das Ranking gefährden. Auf der anderen Seite braucht man sich nicht für Veröffentlichungen bezahlen lassen, wenn die Werbeeinnahmen stimmen. So wie ich Oliver Lipp kennengelernt habe, ist er ein sturer Kopf, der sein Ding so durchzieht wie er es sich in den Kopf gesetzt hat. Zu seinen Philosophien gehört sicher das konsequent kritische Beäugeln verschiedener Themen rund um die Playa de Palma. Durch das Veröffentlichen von bezahlten Beiträgen würde ein sofortiges Missverhältnis zwischen kritischen Beiträgen und parteiergreifender Berichterstattung entstehen.

Mein Fazit

Ich mag grundsätzlich nicht so diese penetrante Bloßstellung von Umständen, die sich irgendwo abspielen und auch gekränkte Eitelkeit gehört nicht auf eine professionelle Webseite. Dennoch macht Oliver Lipp als Webseitenbetreiber alles richtig. Er sorgt durch seine Beiträge für hohe Besucherzahlen. Jedes einzelne Like, Share oder jeder Kommentar bei Facebook bringt zusätzliche Besucher auf der Webseite und damit Geld (siehe oben zum Thema CTR). Je mehr Diskussion er anzettelt, desto mehr Geld verdient er auch. Das ist doch auch eigentlich genau das, was man sich als Ziel setzt, wenn man eine solche Webseite betreibt. MalleBZ ist für mich mittlerweile wie die Ballermann-BILD. Alle finden die Seite doof, aber jeder liest sie. Also weitermachen, damit wir hier in Deutschland auch mal andere Geschichten hören, als immer nur das übliche Blabla wer gerade nen Auftritt hier und da hat oder wer ne neue Single aufgenommen hat. Das interessiert wirklich keine Sau. Storys hinter der Story sind viiiiel interessanter.

Marc Wegerhoff

PS: Fezz.TV ist eine Webseite, die auf kommerziellen Erfolg ausgerichtet ist. Ihr dürft mir also gerne Eure Anfragen für bezahlte Beiträge schicken 🙂

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