Insbesondere kleinere Geschäfte, Ketten und lokale Anbieter haben gegenüber dem brachialen Expansionsdrang von Online-Anbietern, wie Amazon, Zalando oder auch Online Casinos in Deutschland (die hier aufgelistet sind), immer weniger entgegenzusetzen. Dabei sind die daraus entstehenden Konsequenzen, vor allem für Klein- und Mittelständler, durchaus verheerend. Es wird damit gerechnet, dass bis zum Jahr 2023, diese Standorten bis zu 31 Prozent ihres heutigen Flächenumsatzes verlieren werden. Milliardenbeträge gehen so vom klassischen Buchhandel und Boutiquen, sonstigen Fachhändlern und Baumärkten an die Netzgiganten verloren.

Der Online-Handel als Flucht nach vorn für den Einzelhandel?

Viele kleinere Händler versuchen ihr Heil in der Vermarktung ihrer Produkte, auf den einschlägigen Plattformen von Amazon oder dergleichen zu finden. Denn gerade diese Webseiten ziehen viele Kunden an und bieten dazu noch eine gut ausgebaute Logistik an. Allerdings zu einem hohen Preis. Denn der amerikanische Online-Händler aus Seattle, verlangt je nach Produktwert, eine Provision von 7 bis 35 Prozent des Verkaufspreises. Nicht nur, dass die kleineren Händler einen erheblichen Teil der Gewinnmarge an den Versandriesen abgeben, sondern dieser behält auch sämtliche Informationen über die Kunden. Somit haben dort die kleineren Händler keinerlei Chance, direkt mit dem Kunden zu kommunizieren oder durch eigene Werbung auf sich aufmerksam zu machen. Denn kommt ein Produkt gut beim Kunden an, so bietet der Online-Riese es bald selbst an, dann allerdings erheblich billiger als der jeweilige Händler. Die Nutzung ist also mit Vorsicht zu genießen.

Wie macht sich der Verdrängungswettbewerb in den einzelnen Branchen bemerkbar?

Exemplarisch sind hier drei Bereiche aus den verschiedensten Branchen herausgegriffen.

Die klassischen Spielbanken contra Online-Casinos

In den letzten Jahre haben die Schließungen einzelner Spielbanken verdeutlicht, dass diese es schwer haben. Dafür können sich ihre Konkurrenten im Internet über ein wachsendes Publikum freuen. Durch die niedrigen laufenden Betriebskosten sind diese auch deshalb in der Lage, mit höheren Boni zu locken. Deutsche Online Spielbanken, wie Sie unter www.spielbankendeutschland.com zu sehen sind, sind für deutsche Spieler bequem von zu Hause via PC oder unterwegs per Smartphone zu erreichen und das rund um die Uhr. Die Mehrheit der Kundschaft lässt sich von der angebotenen Vielfalt der Spiele und den Innovationen überzeugen. Hier bewegt man sich anonym jenseits einer herrschenden Kleiderordnung. Wer auf die Atmosphäre einer realen Spielbank, die sich schon beim Betreten einer solchen bemerkbar macht, verzichten kann und „nur“ zocken will, der ist bei den Online-Casinos gut aufgehoben.

Das Schuhfachgeschäft contra Zalando

Niedrige Betriebs- und Personalkosten sind auch in der Schuhbranche Gründe dafür, dass der Versandhändler Zalando riesige Umsatzzahlen erwirtschaftet. So stieg der Umsatz des Modehändlers (der schon längst nicht mehr „nur“ Schuhe verkauft) im Jahr 2013 um mehr als 50 Prozent, auf etwa 1,8 Milliarden Euro. Im gleichen Zeitraum wuchs die Zahl der Kunden von 9 auf 13 Millionen. Das Prinzip des Bestellens, ausprobieren und bei nicht gefallen wieder zurückschicken, ist allerdings auch die Achillesferse des Konzerns. Besonders dann, wenn es zu viele Kunden tun. Die Rücksendequote liegt seit Jahren stabil bei 50 Prozent. Ein Grund, warum die Gewinnmargen des Unternehmens zur Zeit nur sehr minimal ausfallen. Um wieder mehr Geld ins Unternehmen zu pumpen, war der Börsengang letztes Jahr (2014) unumgänglich. Solche Geschäftsgebaren wären für ein Schuhfachgeschäft ein absolutes Fiasko. Aber auch hier siegt letztendlich die Bequemlichkeit der Kunden über die Vernunft.

Der Supermarkt contra Online-Lieferdienste

Nach einer aktuellen Studie der BAT-Stiftung für Zukunftsfragen wären 24 Prozent der Bundesbürger bereit, ihre Lebensmittel im Internet zu bestellen. Jeder Vierte wäre sogar einverstanden, für die Lieferung bis zur Wohnungstür, eine Gebühr von 5 Euro zu bezahlen. Für die meisten sei die Versorgung und Besorgung von Essen und Trinken eine lästige Pflicht. Bei den Online-Lieferdiensten lockt das vollständige und unkomplizierte Angebot rund um die Uhr. Allerdings beschränken die meisten Anbieter ihre Produktpalette auf die Lebensmittel, die keine Kühlung benötigen. So sind frische Produkte wie Obst und Gemüse nicht bei allen Online-Lieferdiensten verfügbar. Allerdings, wer deshalb zum nächsten Supermarkt muss, der holt sich die anderen Produkte ebenfalls von dort. Für viele Kunden ist noch das haptische Kauferlebnis, das Hauptargument für den Gang zum Supermarkt. Auch spricht die hohe Dichte an Supermärkten noch gegen den Online-Handel. Für das Gros der Bundesbürger sind die Online-Supermärkte lediglich eine Ergänzung, aber keine Alternative zum realen Supermarkt an der Ecke.

Es ist schwer, gegen den Onlinehandel zu bestehen

Neben der 24stündigen Verfügbarkeit der Angebote sowie den niedrigen Betriebs- und Personalkosten, gegenüber den Einzel- und Fachhandels, bietet der Online-Handel auch die bequeme Lieferung bis zur Wohnungstür an. Die Konsequenz daraus lässt sich an den leer stehenden Ladenlokalen in den Innenstädten ablesen. Daraus folgt wiederum, eine abnehmende Attraktivität der Städte und niedrige Einnahmen der Kommunen bei der Gewerbesteuer. Freiwillige Leistungen wie Freibäder, Museen, Bibliotheken werden weiter gekürzt oder gar ganz gestrichen. Dies schlägt sich erneut negativ auf Attraktivität der Innenstädte nieder.

Aber: Der Handel via Internet lässt sich nicht mehr zurückdrängen, er ist auch per se nicht zu verteufeln, aber auf die möglichen Auswirkungen hat auch der Kunde einen nicht unerheblichen Einfluss.

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