Warum DasSchlagermagazin mit rechtlichen Problemen zu kämpfen hat & der Betreiber weiterhin seriösen Unternehmern ins Gesicht schlägt.

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Dieser Artikel ist lange überfällig, aber ich wollte warten, bis hier im Büro alles etwas zur Ruhe gekommen ist und auch gewissen Fristen verstrichen sind, die für uns wichtig sind. Hier spreche ich für das Fezz.TV-Team – also alle, die an diesem Projekt seit ca. 5 Jahren mitgearbeitet haben und/oder das auch weiterhin tun. Wir haben unsere Arbeit immer gewissenhaft gemacht und anfangs alle Leistungen kostenlos angeboten. Irgendwann musste aber auch der Unternehmergeist den Blick auf das Girokonto haben und entscheiden, dass Fezz.TV zu einer kleinen Institution im (Pop-)Schlager geworden ist und das Hobby zu einem kleinen Business herangewachsen ist.

Nun richte ich natürlich auch meine Blicke auf die Mitstreiter der Branche und musste feststellen, dass hier nicht jeder ordentlich arbeitet. Diese kleinen Kungeleien in der Riege der Currywurst-Sänger sind ja hinreichend bekannt, aber dann kommt doch tatsächlich jemand daher, gründet ein dasschlagermagazin.de (zunächst als Facebook-Fanseite, dann mit eigener Webseite) und verdingt sich nebenbei als Mediengestalter. Man könnte dem Herrn Fischer dabei viel Glück wünschen, wären da aber nicht ein paar wichtige Details, die jedem Unternehmer/Blogger/Künstler/Veranstalter usw. die Faust direkt ins Gesicht schlagen.

Wie alles begann…

Angefangen hat es eigentlich nur, dass ich als Betreiber von Fezz.TV Ende letzten Jahres eine Stunde damit verbracht habe, für eine Newcomer-Künstlerin einen tollen Promotext für ihre neue Single zu schreiben. Meine Promotexte dürfen i. d. R. von anderen Portalen kopiert und genutzt werden, WENN mein Originalbeitrag als Quellenhinweis VERLINKT wird. Das als kleine Anerkennung & „Honorar“ meiner Arbeit kostet einen Online-Redakteur übrigens rund 20 Sekunden seiner Arbeitszeit und ist mit STRG-C & STRG-V rasendschnell erledigt. Schließlich bekommt man so einen fertigen Text, muss sich nicht selber Gedanken dazu machen und keine Zeit investieren, selbst fehlerfrei zu schreiben.

Doch offensichtlich sieht der Großmeister der Schlagerbranche René Fischer das für sein Schlagermagazin etwas anders und lockerer. Seiner Ansicht nach muss er fremde Texte nicht mit einem Quellenhinweis versehen, sondern kann fremde Beiträge ohne schlechtes Gewissen mit Copy & Paste klauen, verwenden und damit auch irgendwie für sein Werk ausgeben. Selbst auf freundliche Hinweise, den Quellenverweis korrekt einzufügen, bekommt man dann nur patzige Antworten und ein „Nein, mache ich nicht!“. Er „klaut“ und benutzt also fremdes geistiges Eigentum ohne Einverständnis des Urhebers. Dass dies rechtlich gesehen (und moralisch auch) nicht ok ist, hat mittlerweile auch jeder Jugendliche begriffen. Nur Großmeister Fischer nicht.

urteil_gegen_Rene_FischerSo weit so gut, soll nicht mein Problem bleiben, kann sich mein Anwalt drum kümmern, was er auch tat. Doch um es hier mal abzukürzen, René Fischer wurde vom Amtsgericht Bochum verurteilt an mich einen Schadensersatz in mittlerer 3-stelliger Höhe zu zahlen. Aktenzeichen: 75 C 20/15

Doch wer jetzt glaubt, dass Fischersfritze hier auch seiner Verpflichtung nachgekommen ist, irrt gewaltig. Denn die Vollstreckungsmaßnahmen brachten dann erst die wirklichen Sauereien ans Tageslicht, die sich hinter dasschlagermagazin.de verstecken. „Außen hui, innen pfui“ sagt der Volksmund und hier trifft es genau ins Schwarze.

DasSchlagermagazin ist kein Unternehmen

Im Juni und August 2015 durfte der Gerichtsvollzieher dann die wahren Lügenmärchen mitteilen. Fischers DasSchlagermagazin ist garkein Unternehmen, obwohl es nach Außen hin als solches auftritt. Auf der Webseite vom Fischer werden Stellenangebote ausgeschrieben und auch kostenpflichtige Werbeplatzierungen angeboten. Hier: https://www.dasschlagermagazin.de/werbung/ und hier: https://www.dasschlagermagazin.de/jobs/
Da sucht er doch tatsächlich Werbepartner, die ihm Kohle schicken für Bannerwerbung oder Redakteure und Promoter, die für ihn arbeiten sollen? Normalerweise kein Problem, wenn Fischer wenigstens dafür eine Gewerbeanmeldung hätte. Nach eigenen Aussagen, die er auch eidesstattlich versichert und unterschrieben hat, besitzt er garkeine Gewerbeanmeldung und – jetzt aufgepasst – bietet auch keine Werbeplätze an (an Eides statt versichert!). Sein Schlagermagazin betreibe er „als Hobby“. Spannend, da er ja auch (lt. Webseite) sogar mit „Sony Music“ kooperiert.

UPDATE vom 25.11.2015

Das Logo der SONY MUSIC musste Fischer jetzt entfernen. Offenbar war man seitens der Plattenfirma mit der Verwendung dort nicht einverstanden, oder es exisitiert garkeine Kooperation.

Jetzt mal Klartext: dem „dasschlagermagazin.de“ fehlt es an einer Gewerbeanmeldung, potentielle Geschäftspartner werden hier getäuscht, Rechnungen kann Fischer somit auch nicht ausstellen, Einnahmen werden sodann wohl auch nicht beim Finanzamt angegeben. Übrigens beim Jobcenter auch nicht, sonst würden ja Leistungen gekürzt oder angerechnet.

Alle Unternehmer, Redakteure, Blogger, Künstler, Veranstalter usw., die jeden Tag zusehen, dass ihr Geschäft läuft und jeden Monat Steuererklärungen abgeben und Steuern zahlen, wird hier ganz deutlich ins Gesicht geschlagen. Hier werden nicht nur die einfachsten Formalitäten umgangen, die in diesem Land zwingend sind (und wenn nicht gemacht werden, sogar strafbar sind), sondern beim Schlagermagazin vom Fischerchen wird fremder Content (Inhalt) ohne Einverständnis des Urhebers benutzt und zweckentfremdet. Und das alles ganz bewußt. Auch wenn Fischer den betreffenden Beitrag seinerzeit schnell wieder entfernt hat, befreit das nicht von seiner Schuld. Denn er hat den Text entfernt, weil er den Quellverweis nicht einfügen wollte und nicht, weil er sein Unrecht darin sieht. Ziemlich dumm und für diese Dummheit muss er nun einen dreistelligen Betrag zzgl. Kosten und Zinsen zahlen. Wie doof muss man eigentlich sein?

Ich persönlich rate nur jedem, sich zu informieren, ob gewisser Herr Fischer Leistungen gegen Entgelt auch ordnungsgemäß berechnen darf, bevor man eine geschäftliche Beziehung mit ihm eingeht oder Leistungen in Anspruch nimmt. Übrigens müssen Entlohnungen nicht nur mit Geld gemacht werden. Auch Gratis-CDs, Eintrittskarten o. ä. für geleistete Dienste sind „Honorare“ oder „Bezahlung“, die man gewerblich und auch steuerrechtlich angeben muss. Zum Abschluss sei noch erwähnt, dass eine Gewerbeanmeldung auch erforderlich ist, wenn man mit seiner Tätigkeit kein Geld verdient.

Aber bevor die Kritiker unter Euch jetzt wieder lostreten, sei denen gesagt, dass ich als Betreiber von Fezz.TV weder weniger Aufträge, noch weniger Kohle habe, weil es Fischers Schlagermagazin gibt. Es geht hier um das berühmte Prinzip und das ehrliche Miteinander und ein authentisches Unternehmer-Dasein, nicht um Neid, Missgunst oder finanzielle Einbußen.

Persönliches Fazit

Es ist unterste Schublade, dass ein René Fischer mit seinem Schlagermagazin allen ehrlich-arbeitenden Unternehmern zuvorkommen will und Jobcenter, Finanzamt und Gewerbeamt umgeht, potentielle Auftraggeber, Fans und Künstler täuscht. Entweder man macht es ordentlich oder garnicht. Pfui René Fischer.

UPDATE vom 02.12.2015

Da Rene Fischer ja jetzt auch kostenpflichtige Werbeanzeigen bei Facebook für seine Facebook-Unternehmensseite schaltet, haben ich mal eine offizielle Auskunft aus dem Gewerberegister der Stadt Oberhausen angefordert. Nun, das Ergebnis überrascht mich nicht wirklich:

„Unter dem von Ihnen angegebenen Suchbegriff konnte kein Gewerbebetrieb bzw. Gewerbetreibende/r ermittelt werden!“

Ich kann hier nochmal in aller Deutlichkeit warnen, mit Rene Fischer geschäftlich tätig zu werden! Wer Rechnungen schreibt oder Geld für Dienstleistungen (auch in bar) kassiert, obwohl nichtmal eine Gewerbeanmeldung vorhanden ist, darf nicht unterstützt werden!

Dieser Typ arbeitet schwarz und meldet Einnahmen und Tätigkeit weder dem Ordnungsamt noch dem Finanzamt.

gewerbeauskunft_fischer

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