Die neue ICE­-Strecke von Berlin nach Oebisfelde (Sachsen-Anhalt) [sponsored Post]

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Die neue ICE-Strecke von Berlin nach Oebisfelde in Sachsen-Anhalt misst insgesamt 148 Kilometer Gleisstrecke.

Die Strecke, welche zu DDR-Zeiten ausschließlich als Transitstrecke genutzt wurde, wurde in der Zeit von 1991 bis 1998 zur Schnellfahrstrecke im Rahmen des Verkehrsprojektes „Deutsche Einheit Nr.4“ ausgebaut. Bei seinem ersten und einzigen Besuch in Bonn im Jahre 1988 gab der damals führende DDR Staats- und Parteichef Erich Honecker seine Zustimmung zum Bau der Hochgeschwindigkeitsstrecke.

Der Fall der Mauer beendete die zähen Verhandlungen und Planungen zwischen den Behörden des bisher zweigeteilten Deutschlands. Ende 1990 unterzeichneten der Verkehrsminister von Ostdeutschland und der Verkehrsminister von Westdeutschland endlich eine gültige Grundsatzvereinbarung. Das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 4 wurde 1991 in den Katalog der 17 Verkehrsprojekte der Deutschen Einheit aufgenommen.

Mit den bautechnischen Maßnahmen des Verkehrsprojektes „Deutsche Einheit Nr.4“ wurde in den 90er Jahren begonnen. Mehr als 20 Jahre später fahren heute auf der Strecke zwischen der Ausbaustrecke Berlin und Oebisfelde ICE-Züge mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 250 km/h.

Aufgrund des flachen Streckenprofils konnte weitestgehend auf sogenannte Kunstbauten innerhalb des Streckennetzes verzichtet werden. Lediglich ein Tunnel mit Trogstrecke unterhalb des Elbe-Seitenkanals sowie vier größere Brückenabschnitte über den Mittelkanal, den Havelkanal, die Elbe und die Havel mussten künstlich zum Ausbau der Gleisstrecke geschaffen werden.

Erstmals in Deutschland wurde auf der Strecke von Berlin nach Oebisfelde anstelle eines konventionellen Schotter-Oberbaus der überwiegende Teil der Fahrbahn mit einem festen Fahrbahngemisch verbaut. Der robuste Untergrund sorgt für mehr Fahrkomfort. Ein 750 Meter langes Überholgleis liegt direkt in Oebisfelde, was wiederum dafür verantwortlich ist, dass der Fahrbetrieb reibungslos abläuft und unnötige Wartezeiten für Fahrgäste vermieden werden. Auf der Strecke zwischen Oebisfelde und Fallersleben wurde zudem auf einer Länge von insgesamt 18 Kilometern ein drittes Gleis geschaffen.

Ursprünglich geplant war es, die Strecke zweigleisig verlaufen zu lassen. Parallel zur alten Stammstrecke sollte die Strecke von Berlin nach Oebisfelde verlaufen. Jedoch wurde der Bau um einige Zeit verschoben. Gründe dafür gab es mehrere. Neben der aussterbenden Art der Großtrappen führten auch fehlende Baurechte in zwei weiteren Abschnitten sowie einige Bombenfunde im Großraum Berlin zu Verzögerungen im Bau einer parallel verlaufenden Strecke von Berlin nach Oebisfelde. Allein die Entscheidung zum Schutz der Großtrappen dauerte länger als drei Jahre und verlief letztendendes ergebnislos.

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