Fast 600 Fachleute der Schlager-Szene (und drumherum) fanden sich am vergangenen Donnerstag in Köln zusammen, um zu fachsimpeln und neue Kontakte zu knüpfen.

Der Branchentreff der DJ Hitparade hat sich in den letzten Jahren zu einem festen und wichtigen Bestandteil der Schlagerszene etabliert. Ursprünglich ist er aus den anfänglichen „Hitparadies-Partys“, die seinerzeit von Uwe Hübner ins Leben gerufen wurden, entwachsen und hat sich mehr und mehr zu einer kleinen Fachkonferenz entwickelt. Ohne Fans und ausschließlich geladene Gäste tauschen sich aus und netzwerken, was das Zeug hält.

In diesem Jahr fanden sich hochkarätigen Namen auf der Gästeliste wie Ralph Siegel, Markus Schöffel, Isabel Edvardsson, Jenny Frankhauser, Kerstin Ott, Achim Petry, Claudia Jung, Christian Anders, Jörg Bausch, Anna Maria Zimmermann sowie zahlreiche Produzenten, Manager, Künstler und die DJ’s der DJ Hitparade. Alles Ansprechpartner rund um die Musik, die auch RTL, ZDF, Express und andere wichtige Medien anlockte.

Branchentreff der DJ Hitparade

Neben einem Live-Bühnenprogramm ging es in erster Linie darum, Gespräche zu führen. Die Räumlichkeiten der „NINA“ in Köln, die von „Mr. Olé“ Markus Krampe und seinem Team zur Verfügung gestellt wurden, waren wie im letzten Jahr ideal geeignet um zu feiern, oder in etwas ruhiger Atmosphäre zu quatschen und ein Kölsch zu genießen. Moderator Eric Schroth führte sympathisch und gewohnt gekonnt durchs Programm. Vielen Dank dafür!

Besonders gefreut haben sich die Gäste über den kurzen Besuch von „Rosa“, die wenige Wochen zuvor einer lebenswichtigen Operation unterlag und ihren ersten öffentlichen Auftritt nach der OP beim Branchentreff in Köln machen konnte. Über Spenden finanziert und von Schirmherr der Aktion „4Rosa“ Georg Fischer (Party Schlager Charts) ins Leben gerufen, war genau dies möglich geworden.

Branchentreff der DJ Hitparade

Neben einigen Preisverleihungen durch die DJ Hitparade sprach die Branche auch intensiv über das kurz zuvor bekanntgewordene „Kaktus-Modell“ (hier der Link) von Szene-Kritiker Marc Wegerhoff, mit dem er einen Nerv getroffen hat, den die Schlagerwelt – gerade in NRW – massiv beschäftigt.

Insgesamt war die „NINA Köln“ voll, laut, spannend, fördernd und maßgeblich wieder daran beteiligt, dass der Schlager NICHT tot ist.

Branchentreff der DJ Hitparade

Auch wenn am Rande der Veranstaltung die ein oder andere kritische Stimme aufpoppte, war der Branchentreff wichtig. Einige Gäste wurden sicher „vermisst“, die auch für die Szene sehr wichtig sind. Ob es hier am Termin oder an einer Einladung fehlte, sei mal dahingestellt.

Ich appelliere seit Jahren an die Menschen dieser Szene und fordere mehr Zusammenarbeit, statt Wettbewerb. Mehr Miteinander, statt Gegeneinander. Mehr Emotion, statt bloße Zahlen. Wenn gegeneinander gearbeitet wird, hat man viel weniger Zeit, sich um den Fortschritt in der Branche zu bemühen. Wir müssen weg vom Einheitsbrei, hin zu Individualität und Wiedererkennungswert. Da sollte sich jeder mal selbst in den Allerwertesten treten.
„Mach andere groß und Dich selber klein“ muss die Devise sein, nicht umgekehrt.Marc Wegerhoff – Geschäftsführer Fezz GmbH

Der Branchentreff war eine gelungene „Dankeschön-Party“ an die Kunden und Geschäftspartner, die 2016 mit der dj-hitparade zusammengearbeitet haben.

Foto:© Gerhard Wingender
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